BHMS Game of the Year 2004 OFFIZIELLE SEITEN - OFFICIAL SITE Richard Burns, 2001 World Rally Champion
SIMULATION DES JAHRES 2004 RICHARD BURNS, 2001 WR CHAMPION
Game of the Year 2004 RALLYE-LEXIKON Game of the Year 2004

'00' und '0'-Fahrzeuge - Fahrzeuge mit offiziellen Kontrolleuren, welche die Strecken der Wertungsprüfungen vor der Rennfreigabe prüfen.
Aktives Differential - Computergesteuertes Differential, welches die Motorleistung auf diejenigen Räder verteilt, welche den besten Grip haben.
Aufschrieb - Handschriftliche Notizen des Beifahrers mit Einzelheiten zu jeder Wertungsprüfung, welche dem Fahrer beim Befahren einer Strecke angekündigt werden, z.B. Kurveneinstufungen, Kurvenabstände, mögliche Geschwindigkeiten, wechselnde Streckenuntergründe oder Hindernisse. Der Aufschrieb wird auf Basis des vorausgehenden Trainings (Recce) erstellt und in einem Ringbuch aufbewahrt, um die einzelnen Blätter durch aktualisierte Notizen zu ersetzen, oder diese in einer anderen Reihenfolge zusammenfügen zu können. Es gibt verschiedene Systeme, welche sich vor allem in der Art der Kurveneinstufungen unterscheiden.
Differential - Ausgleichsgetriebe, welches die Antriebskräfte des Motors gleichmäßig auf die Räder verteilt und die unterschiedlichen Achs- und Raddrehzahlen bei Kurvenfahrten ausgleicht (in einer Kurve dreht sich wegen des längeren Weges das äußere Rad schneller als das innere Rad derselben Achse). Eine gute Einstellung des Differentials minimiert das Durchdrehen der Räder, denn sobald ein Rad durchdreht, wird dieses abgebremst und stattdessen das noch haftende Rad der Gegenseite mit einem höheren Drehmoment angetrieben. Geschieht der Vorgang computergesteuert, so bezeichnet man dieses als Aktives Differential.
Disqualifikation
(Wertungsausschluss)
- Ausschluss eines Teams vom Wettbewerb nach Verstoß gegen offizielle Vorgaben. Hierzu zählen vor allem Überschreitungen der erlaubten Karenz-Zeiten, also Verstöße gegen die offiziellen Zeitvorgaben, sowie grobe Regelverstöße, wie z.B. die Inanspruchnahme fremder Hilfe außerhalb eines Serviceparks.
Driften - Rallye-Fahrtechnik des kontrollierten Querrutschens über alle vier Räder in extrem schnellen Kurven. Hiermit geht während einer Kurve weniger Fahrtenergie verloren, d.h. die nachfolgende Beschleunigungsphase wird verkürzt.
Etappe
(Leg)
- Teil einer Rallye, welcher in der Regel an einem Tag stattfindet. Eine Weltmeisterschafts-Rallye besteht in der Regel aus 3 Etappen an 3 aufeinander folgenden Tagen mit insgesamt 15 bis 25 Wertungsprüfungen. Die Wertungsprüfungen haben jeweils eine Länge von 5 bis 60 km mit etwa 130 km pro Etappe. Verbunden sind die Prüfungen miteinander über öffentliche Straßen (Verbindungsetappen), auf denen die Straßenverkehrsregeln zu befolgen sind. Insgesamt ergibt sich eine Länge von etwa 400 km pro Etappe, also etwa 1200 km pro Rallye.
FIA - Die FIA (Fédération Internationale de l´Automobile) leitet als internationaler Dachverband weltweite Motorsportveranstaltungen wie die Rallye Weltmeisterschaft.
Fly by Wire - Aus der Luftfahrt stammender Fachausdruck für die elektronische Steuerungsvorrichtung eines Fahrzeuges an Stelle einer mechanischen. Im Rallyesport ist hiermit ein elektronisch geregeltes Gaspedal gemeint, welches den Bowdenzug zwischen Gaspedal und Drosselklappe ersetzt.
Flying Finish - Bezeichnung für das Ende einer Wertungsprüfung, weil die Fahrzeuge hier mit voller Geschwindigkeit 'hereinfliegen'. Hier endet die Zeiterfassung. Im Abstand von 200 - 500 Meter folgt das Stop Finish, wo die Stage Time in die Zeitkarte eingetragen wird.
Grip - Bodenhaftung des Reifens auf der Streckenoberfläche. Je besser der Grip, desto besser lässt sich das Fahrzeug beherrschen, d.h. der Fahrer kann besser beschleunigen, lenken und abbremsen, sowie in Kurven schneller fahren. Bei fehlendem Grip drehen die Räder durch und der Fahrer verliert an Kontrolle über das Fahrzeug. Das Durchdrehen der Räder wird durch das Differential minimiert.
Intercom - Sprechfunksystem, über welches sich Fahrer und Beifahrer über das Motorengeräusch hinweg verständigen. Hierüber teilt der Beifahrer dem Fahrer auch die Streckeninformationen mit, welche er dem Aufschrieb entnimmt.
Intermediates - Reifensorte für eine gemischte Witterung mit meist feuchten Streckenbedingungen, bei denen Slicks zu wenig Grip hätten, Regenreifen dagegen einen zu hohen Fahrtwiderstand und Verschleiß.
Karenz-Zeiten - Maximal erlaubte Fehlzeiten. Eine Rallye ist durch strikte Zeitvorgaben bestimmt. Fahrer können per OTL von einer Rallye ausgeschlossen werden, wenn sie folgende Karenz-Zeiten überschreiten: 15 Minuten zu spät zu einer Zeitkontrolle, 30 Minuten zu spät zu einer Etappe oder 60 Minuten zu spät zu einer gesamten Rallye. Verspätungen lassen sich nicht durch vorzeitiges Stempeln an der nächsten Zeitkontrolle egalisieren.
Luftmengenbegrenzer
Air Restrictor
- Mechanisches Bauteil, welches die dem Motor zugeführte Luftmenge begrenzt und damit die Motorleistung limitiert. Für WRC-Fahrzeuge ist ein Luftmengenbegrenzer mit einem Querschnitt von 34 mm vorgeschrieben, womit die Motorleistung auf etwa 300 PS begrenzt wird.
Mousse-Reifen - Spezielle Technik, welche im Falle eines Reifenschadens vor einem totalen Druckverlust schützt, indem automatisch eine stabilisierende Schaumfüllung (Mousse) innerhalb des betroffenen Reifens freigesetzt wird. Auf diese Weise kann der Fahrer eine Wertungsprüfung vorsichtig beenden, ohne für einen Reifenwechsel halten zu müssen.
Over Time Limit
(OTL)
- Ist ein Fahrer 'OTL', dann ist er aus dem Rennen. Eine Rallye ist durch strikte Zeitvorgaben bestimmt. Es gibt Zeitstrafen für das Zuspätkommen (oder Zufrühkommen) am Start von Wertungsprüfungen, sowie an der Einfahrt und Ausfahrt von Serviceparks. Zuspätkommen wird üblicherweise mit 10 Strafsekunden pro Minute geahndet. Fahrer können per OTL von einer Rallye ausgeschlossen werden, wenn sie die Karenz-Zeiten überschreiten.
Parc Fermé - Französische Bezeichnung für 'verschlossener Parkplatz'. Dieses ist ein abgesperrter und bewachter Bereich, in welchem die Rallyefahrzeuge während der Ruhezeiten verwahrt werden. Die Fahrzeuge dürfen hier nicht gewartet werden, und nur die Fahrer und offizielle Vertreter haben zu bestimmten Zeiten einen Zutritt.
Podiumsrampe
(Podium Ramp)
- Erhöhte Plattform am offiziellen Start und Ende einer Rallye, über welche die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen fahren müssen.
Puncture - Englische Bezeichnung für Reifenschaden.
Road Book - Vorbereitetes Buch mit Anweisungen, Zeitvorgaben, Strecken und Karten für eine Rallye, welche den Teilnehmern vom ausrichtenden Rallyeverband übergeben werden.
Safety Car - Fahrzeug, welches 15 Minuten vor Beginn einer Rallye die Strecke abfährt, um die Zuschauer auf den Beginn der Veranstaltung und die damit verbundenen Gefahren hinzuweisen.
Schneiden
(Cutten)
- Abkürzen einer Kurve durch Verkürzen des Fahrtweges über einen Bereich außerhalb des normalen Weges (Ideallinie). Beim Training (Recce) wird besonders auf zum Schneiden geeignete Kurven geachtet, denn auf diese Weise kann im Rennen Zeit gespart werden.
Schotterspione
(Gravel Cars,
Gravel Crews)
- Spezielle Fahrzeuge, welche eine bis drei Stunden vor der eigentlichen Rallye die Strecke abfahren, um aktuelle Informationen zum Wetter und zu den Straßenbedingungen zu melden. Die Beifahrer nutzen diese Meldungen, um Ihren Aufschrieb zu ergänzen.
Scrutineers - Gruppe offizieller Kontrolleure, welche die Rallyefahrzeuge vor, während und nach einer Veranstaltung auf ihre Zulässigkeit hin prüfen.
Sequentielle Schaltung
(Sequential Gearbox)
- Weltmeisterschafts-Rallyefahrzeuge besitzen keine konventionelle 'H-Schaltung' sondern eine sequentielle Schaltung, bei welcher die Gänge hintereinander angeordnet sind und schnelle Gangwechsel ohne die Notwendigkeit einer Kupplung möglich sind.
Servicepark - Zwischen den Wertungsprüfungen können die Fahrzeuge 2x (manchmal 3x) in festgelegten Serviceparks gewartet werden. Die Arbeiten finden unter strikter Überwachung und Zeiterfassung statt, die erlaubte Zeit beträgt jeweils 20 Minuten. Am Tagesende ist eine längere Zeit von 45 Minuten erlaubt, bevor die Fahrzeuge im bewachten Parc Fermé über Nacht verschlossen werden. Außerhalb eines Serviceparks dürfen lediglich Fahrer und Beifahrer Reparaturen durchführen, und dazu nur an Bord mitgeführte Ersatzteile und Werkzeuge verwenden.
Shakedown - Letzter Tag vor einer Veranstaltung, an welchem die Teams noch einmal die Gelegenheit haben, die Fahrzeuge unter typischen Streckenbedingungen zu testen.
Slicks - Profillose Reifen für trockene Asphaltstrecken, welche in dieser Umgebung einen hohen Grip bieten. Bei Nässe verlieren Slicks dagegen wegen der geringen Wasserverdrängung massiv an Grip, hier sind Intermediates oder Regenreifen die bessere Wahl.
Stage - Englische Bezeichnung (manchmal auch 'Special Stage') für eine Wertungsprüfung, bei welcher Fahrer und Copilot so schnell wie möglich auf Zeit fahren.
Stage Time - Offizielle Zeit, in welcher ein Rallyefahrzeug eine Wertungsprüfung absolviert hat, gemessen vom Start aus dem Stand bis zum Flying Finish
Startreihenfolge
(Seeding)
- Die Startreihenfolge der Teilnehmer ergibt sich aus der Wertung vorausgehender Rallyes und Etappen. Am ersten Tag einer WM-Rallye starten die Teilnehmer in der Reihenfolge der aktuellen Wertungstabelle, d.h. der Führende geht als erster Pilot auf die Strecke, danach folgen in Abständen von ein oder zwei Minuten die anderen Wettbewerber des Feldes. Am zweiten und dritten Tag entscheidet das Zwischenklassement in umgekehrter Reihenfolge: der 15. beginnt, und der Führende startet erst an 15. Position. Diese komplizierte Regelung ergibt sich daraus, dass es bei Schotter-Rallyes in staubigen Regionen von Vorteil ist später zu starten, da sich schnellere Zeiten realisieren lassen, wenn die Strecke bereits zuvor von rutschigem Staub frei gefahren wurde.
Stop Finish - Haltelinie, an welcher ein Rallyefahrzeug zum Stehen kommen muss, um die Stage Time auf der Zeitkarte eintragen zu lassen. Das 'Stop Finish' liegt meist etwa 200 - 500 Meter hinter dem Flying Finish.
Studs - Metall-Spikes in Winterreifen für einen verbesserten Grip auf Schnee und Eis.
Super Special Stage - Spezielle Wertungsprüfung auf einem künstlich angelegten Kurs mit zwei parallelen Spuren, so dass zwei Rallyefahrzeuge simultan gegeneinander antreten können.
Target Time - Offizielle Zeitvorgabe für die Ankunft bei einer Zeitkontrolle am Ende einer Verbindungsetappe. Eine Rallye ist durch strikte Zeitvorgaben bestimmt. Es gibt Zeitstrafen für das Zuspätkommen (oder Zufrühkommen) am Start von Wertungsprüfungen, sowie an der Einfahrt und Ausfahrt von Serviceparks.
Telemetrie - Erfassung und drahtlose Übertragung von Fahrzeugdaten an das Serviceteam zur Auswertung. Aufgezeichnet werden Motordaten wie z.B. Drehzahl, Gaspedalstellung, Getriebegang, Wassertemperatur, Öltemperaturen und Kraftstoffverbrauch, sowie fahrdynamische Daten wie Geschwindigkeit und die Längs/Querbeschleunigung.
Training
(Reece,
Reconnaissance)
- Dreitätige Phase vor dem Rennen, in welcher Fahrer und Beifahrer mit einem Serienauto (Recce Car) die Strecken der Wertungsprüfungen abfahren und den Aufschrieb erstellen, um sich vorzubereiten. Es gilt ein strenges Tempolimit, welches mit einem satellitengesteuerten Aufzeichnungsgerät (Black Box) kontrolliert wird.
Trip Master - Wegstrecken-Bordcomputer zur Vermessung von Distanzen, um z.B. Kurvenabstände präzise zu ermitteln und Bremspunkte möglichst genau ansagen zu können.
Turbo - Komponente, welche die Motorleistung erhöht, indem der Luftdruck in der Verbrennungskammer durch einen elektrisch betriebenen Kompressor erhöht wird. Damit bleibt auch bei Gaswegnahme der Ladedruck konstant und es entfällt das so genannte 'Leistungsloch'. Alle Weltmeisterschafts-Rallyefahrzeuge sind mit einem Turbo ausgestattet und geben deswegen ein charakteristisches 'kehliges' Knallen von sich.
Überrollkäfig - Käfigförmige Versteifung der Fahrgastzelle, um im Falle eines Überschlages den Innenraum zu stabilisieren, d.h. Verformungen der Fahrgastzelle zu minimieren.
Verbindungsetappe
(Road Section)
- Öffentliche Strecke, welche zwei Wertungsprüfungen bzw. eine Wertungsprüfung mit einem Servicepark (und ggfs. einem Parc Fermé) verbindet. Die geltenden Straßenverkehrsregeln sind zu befolgen.
Wertungsprüfung (WP)
(Stage)
- Für den normalen Straßenverkehr gesperrte Strecke, auf welcher die Teams so schnell wie möglich auf Zeit fahren. Jede Weltmeisterschaft-Rallye besteht aus 15 bis 25 Wertungsprüfungen, welche auf 3 Etappen an 3 aufeinander folgenden Tagen verteilt sind. Die Wertungsprüfungen haben jeweils eine Länge von 5 bis 60 km und eine Gesamtlänge von etwa 130 km pro Tag, also etwa 400 km pro Rallye.
WRC - Abkürzung für 'World Rally Championship' (Rallye-Weltmeisterschaft) und 'World Rally Car' (Rallye-Weltmeisterschaftsfahrzeug).
Zeitkarte
(Time Card)
- Kontrollkarte für die Eintragung von Zeitstempeln an den Zeitkontrollen. Eine Rallye ist durch strikte Zeitvorgaben bestimmt. Es gibt Zeitstrafen für das Zuspätkommen (oder Zufrühkommen) am Start von Wertungsprüfungen, sowie an der Einfahrt und Ausfahrt von Serviceparks. Der Verlust einer Zeitkarte hat die Disqualifikation zur Folge, die Zeitkarte abzugeben ist damit gleichbedeutend mit der Aufgabe der Rallye.
Zeitkontrolle (ZR)
(Time Control)
- Kontrollstelle, an welcher die Zeitkarte durch den Beifahrer zum Abstempeln vorgelegt werden muss. Eine Rallye ist durch strikte Zeitvorgaben bestimmt. Es gibt Zeitstrafen für das Zuspätkommen (oder Zufrühkommen) am Start von Wertungsprüfungen, sowie an der Einfahrt und Ausfahrt von Serviceparks.
Zeitstrafe
(Time Penalty)
- Strafzeit für den Verstoß gegen offizielle Vorgaben. Es gibt Zeitstrafen für das Zuspätkommen (oder Zufrühkommen) am Start von Wertungsprüfungen, sowie an der Einfahrt und Ausfahrt von Serviceparks. Zuspätkommen wird üblicherweise mit 10 Strafsekunden pro Minute geahndet. Fahrer können per OTL von einer Rallye ausgeschlossen werden, wenn sie die Karenz-Zeiten überschreiten.

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