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SIMULATION DES JAHRES 2004 RICHARD BURNS, 2001 WR CHAMPION
Game of the Year 2004 PC-PREVIEW Game of the Year 2004
Teil 12 - Wechselnde Streckenbedingungen
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Der Hauptgrund, die Strecken von Richard Burns Rallye immer wieder fahren zu wollen, dürfte in den sich verändernden Streckenbedingungen liegen. Wertungsprüfungen können am Morgen, am Nachmittag oder am Abend stattfinden. Das Wetter kann warm oder kühl, neblig oder klar, sonnig oder regnerisch sein. Und die Fahrbahnoberflächen liegen unterschiedlich abgenutzt vor, je nach Startposition.
Beispielsweise kann eine kurvige Waldstrecke im Sonnenlicht bequem zu befahren sein, wogegen dieselbe Strecke im strömenden Regen bei stark eingeschränkte Sicht zur Qual wird, von der verminderten Bodenhaftung oder Wasserlöchern ganz zu schweigen. Oder man findet als Teilnehmer auf den ersten Startpositionen eine Strecke noch recht verstaubt vor, wogegen Teilnehmer auf weiter hinten liegenden Startpositionen die Strecke 'sauber gefahren' in Angriff nehmen können.
Ein gutes Beispiel für extrem veränderliche Wetterbedingungen ist Gateshead, der Austragungsort der Pirelli International Rallye. RBR-Produzent Peter Hickman erzählt hierzu in einem Interview davon, wie das Entwicklungsteam dort im Frühjahr 2003 Datenmaterial sammelte: 'früh am Morgen war es neblig mit einer Sichtweite von nur etwa 10 Metern, es lag Nieselregen in der Luft und es war bitter kalt. Bereits wenig später um 9 Uhr hatte sich das Wetter komplett in strahlenden Sonnenschein verändert, es war grotesk. An derart drastischen Änderungen hat sich bisher noch kein Programm versucht.'
Technisch läuft die Wetterwahl so ab, dass zu jeder Veranstaltung geeignete Rahmenparameter für das Wetter existieren, welche dem Klima und der Jahreszeit entsprechen. Zu Beginn einer Rallye wird daraus ein 'Startwetter' zufällig ausgewählt. Dieses verändert sich dann im Laufe der Zeit zum Besseren oder Schlechteren. Wettervorhersagen informieren über das aktuelle Wetter und über die weitere Tendenz (besser, schlechter, stabil). Da auf die Wetterdaten nur innerhalb eines Serviceparks zugegriffen werden kann, ist die Reifenwahl nicht immer eine leichte Sache, besonders wenn zwei Wertungsprüfungen hintereinander ohne dazwischen liegenden Servicepark bevorstehen.
Die Grafikengine des Programms setzt die berechneten Streckenbedingungen um, indem verschiedene Parameter und Darstellungsformen für die einzelnen Objekte gewählt werden, z.B. für den Himmel, den Regen oder für Schlaglöcher, welche trocken oder mit Wasser gefüllt sein können. Auch die Oberflächengrafiken des Streckenuntergrundes sowie die Umgebungsgrafiken variieren je nach Niederschlagsmenge und Feuchtigkeit zwischen trocken und nass, mit entsprechend unterschiedlichen Spiegelungsgraden. Der hierfür zu betreibende Entwicklungsaufwand liegt gegenüber Programmen mit statischen Umgebungen um ein Vielfaches höher, aber das verblüffende Ergebnis rechtfertig diesen Aufwand: das große Reservoir an Darstellungsformen lässt die Strecken von RBR nicht nur abwechslungsreich, sondern vor allem auch glaubhaft wirken.
Bestimmte Umgebungen wirken gar so realistisch, dass man mitunter anhalten und staunen möchte. Zum ersten Mal erging mir dieses so, als ich durch einen Schneesturm zu fahren hatte - nie zuvor hatte ich hatte ich so etwas Überzeugenderes gesehen. Die Sicht war dabei zum Glück noch ausreichend. Aber manchmal möchte man schon fluchen, wenn das Wetter so hundsmiserabel wird und die Sichtverhältnisse so übel, dass man bei jeder normalen Fahrt sofort ins Schritt-Tempo herunterbremsen würde, man in einem Rennen aber ein gewisses Risiko und 'Leid' zu ertragen hat. Dafür freut man sich dann bei einem Start im strahlenden Sonnenschein umso mehr, wenn man sich auf eine gute Sicht und Bodenhaftung verlassen kann.
Die Streckenbedingungen beeinflussen neben den Sichtverhältnisse und der geänderten Bodenhaftung selbstverständlich auch andere physikalische Vorgänge. Am einfachsten nachzuvollziehen ist dieses beim Reifenverschleiß. Spekuliert man beispielsweise auf eine nasse Strecke und wählt einen Regenreifen, das Wetter bleibt aber trocken, so wird sich der Reifen aufheizen und sich schneller abnutzen. Wählt man dagegen für eine Asphaltstrecke Slickreifen aber es regnet dann, so bleiben die Reifen zwar wunderbar kühl, es wird dem Fahrer aber dafür umso heißer, da der Wagen keinen vernünftigen Grip mehr hat.
Auch der Motor verhält sich bei verschiedenen Wetterbedingungen unterschiedlich. Der leitende Physikprogrammierer Eero Piitulainen ist hier mit Recht stolz auf die Motorensimulation, welche nicht nur auf Parameter wie Treibstoffart, Zündtiming und Öldrucks reagiert, sondern z.B. auch auf die Umgebungstemperatur.
Die dynamischen Streckenbedingungen des Programms werden mit ihren weitreichenden Auswirkungen zum i-Tüpfelchen einer Simulation, welche sich dem größtmöglichen Realismus verschrieben hat. Alle sieben Rallyes von RBR sind in sich schon auf ihre jeweils eigene Weise einzigartig und sehr unterschiedlich zu fahren. In Kombination mit den wechselnden Streckenbedingungen ergibt sich eine Fülle unterschiedlicher und realistischer Situationen - vielseitiger und glaubhafter als wohl in jeder anderen bisherigen Fahrsimulation.
Optimal warm und trocken
Strecke ist 'sauber gefahren'
Etwas diesig, aber ok
Ein kühler, feuchter Morgen
Braut sich was zusammen?
Mistwetter

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